Schladminger Tauern Höhenweg von Hochwurzen bis St. Nikolai im Sölktal
Der Schladminger Tauern Höhenweg ist eine in mehreren Abschnitten eingeteilte Weitwanderung und erstreckt sich von Rohrmoos Hochwurzen über die Schladminger Tauern bis zum Naturpark Sölktäler nach St. Nikolai im Sölktal.
Der Höhenweg 702 zieht sich durch die Schladminger Tauern mit geologischen Attraktionen, Bergbaustollen, zahlreiche Bergseen, Wasserfälle, Quellgebiete und eine einzigartige Fauna und Flora des Ennstales.
7 Etappen des Höhenweges von Hütte zu Hütte
1. Hochwurzenhöhenweg zu den Giglachseen
Von der Hochwurzenhütte, die man über den Wanderweg 60 von Rohrmoos aus erreicht, wandert man über die Hochgebirgslandschaft entlang eines bewaldeten Kammes zum grasbewachsenen Rücken des Rossfeldes. Von diesem Aussichtsberg wandert man weiter nach Süden zur Senke des Leiterfußsattels. Die weitere Tour führt über den Wanderweg 773 zum Aussichtsberg Guschen auf 1.983 Meter über dem Meer. Ab da ist man im hochalpinen Gelände und der Steig führt über die Schneider (2.009 Meter über dem Meer) und folglich über die Westflanken des Hochfeldes zum Schiedeck (2.339 Meter über dem Meer). Im Anschluss gelangt man zu den beiden Bergseen Kammsee und Brettersee. Anschließend kommt man über zahlreiche bergab schlängelnde Serpentinen zur Ignaz-Mattis-Hütte auf 1.986 Meter über dem Meer und zu den Giglachseen mit der Giglachseehütte.
Daten:
- Ausgangspunkt: Hochwurzenhütte
- Tagesziel: Giglachsee
- Wegmarkierungen: 60, 773
- Gehzeit: 6 bis 7 Stunden
2. Von den Giglachseen bis zur Keinprechthütte
Die erste Variante führt über Rotmandlspitze:
Von der Ignaz-Mattis-Hütte oder von der Giglachseehütte führt der Höhenweg 702 gleichmäßig steigend in das Knappenkar. Danach wird der Steig teilweise sehr steil bis zur Rotmandlspitze auf 2.453 Meter über dem Meer. Über ein Geröllfeld schlängelt sich der Höheweg zur Kruckeckscharte auf 2.286 Meter über dem Meer. Danach gelangt man über abfährts führende Serpentinen zu einer Senke und anschließend zur Keinprechthütte auf 1.872 Meter über dem Meer.
Die zweite Variante für am Duisitzkarsee vorbei:
Vom Ausgangspunkt Ignaz-Mattis-Hütte oder von der Giglachseehütte führt der Wanderweg 775 zum Duisitzkarsee auf 1.648 Meter über dem Meer. Von diesem Bergsee gelangt man folglich über das Stierkar zur Neualm auf 1.618 Meter über dem Meer und anschließend zur Keinprechthütte.
Daten:
- Ausgangspunkt: Ignaz-Mattis-Hütte oder Giglachseehütte
- Tagesziel: Keinprechthütte
- Wegmarkierungen: 702 oder 775
- Gehzeit: 4 bis 5 Stunden
3. Von der Keinprechthütte über die Trockenbrotscharte zur Gollinghütte
Die sehr lange und anstrengene Etappe beginnt bei der Keinprechthütte mit dem Wanderweg 702. Über ein ausgedehntes Kar führt der Steig zu den Zirbenböden. Danach wird der Weg sehr steil und man gelangt zur Trockenbrotscharte auf 2.237 Meter über dem Meer. Von dort führt es steil bergab zur Landawirseehütte auf 1.985 Meter über dem Meer. Von dort gelangt man über zahlreiche bergauf führende Serpenten und einem steilen Geröllfeld zur Gollingscharte auf 2.326 Meter über dem Meer. Von der Gollingscharte kann man den Hochgolling mit seinem Gipfel auf 2.862 Meter über dem Meer besteigen oder man steigt gleich bergab über ein Geröll- oder Schneefeld zum Almboden des Gollingwinkel auf 1.700 Meter über dem Meer. Der Gollingwinkel mit seinem sanften Almboden ist das weltgrößte Natur- und Amphitheater.
Daten:
- Ausgangspunkt: Keinprechthütte
- Tagesziel: Gollinghütte
- Wegmarkierungen: 702
- Gehzeit: 6 bis 9 Stunden
4. Von der Gollinghütte über den Klafferkessel zur Preintalerhütte
Von der Gollinghütte führt der Höhenweg 702 über den Steinriesenbach über steil ansteigende Serpentinen und mit teilweisen Sicherheitsleinen zum Greifenbergsee auf 2.400 Meter über dem Meer und dann auf den Greifenberg auf 2.628 Meter über dem Meer. Die letzten rund 200 Höhenmeter wandert man über Geröll und Felsblöcke. Vom Gipfel des Greifenberges gelant man über einen steil bergab führenden Steig, der teilweise gesichert ist, zur oberen Klafferscharte. Bizarre Felsformationen prägen das Landschaftsbild. Der steig schlängelt sich durch zahlreiche Bergseen und beeindruckendem Gelände des Klafferkessel zur unteren Klafferscharte. Von nun gelangt man über große Serpentinen zum äußeren Lämmerkar auf 2.434 Meter über dem Meer. Folglich gelangt man über sanfte Grasmatten zur Preintalerhütte auf 1.656 Meter über dem Meer.
Daten:
- Ausgangspunkt: Gollinghütte
- Tagesziel: Preintalerhütte
- Wegmarkierungen: 702
- Gehzeit: 6 Stunden
5. Von der Preintalerhütte über die Trattenscharte zur Breitlahnhütte
Am Beginn dieser Tour überquert der Wanderweg 702 den Sonntagskarbach, von wo der Steig steil bergwärts zum Schneider auf 2.009 Meter über dem Meer führt. Anchließend führt der Steig über steil bergwärts führende Serpentinen durch das weitflächige Trattenkar bis zur Wildlochscharte und folglich zum Südgrat der Hochwildstelle. Danach gelangt man zur Trattenscharte auf 2.408 Meter über dem Meer. Nach einem kurzen Abstieg kommt man zu mehreren Bergseen und einem Gletscherschliff. Dieser Teil der hochalpinen Landschaft wird aufgrund der spiegelnden Seen Goldlacken (2.320 Meter über dem Meer) genannt. Folglich führt der Steig zur Südostflanke des Scharecks bis zur Lassacheralm. Danach gelangt man über eine Forststraße zur Breitlahnhütte auf 1.070 Meter über dem Meer.
Daten:
- Ausgangspunkt: Preintalerhütte
- Tagesziel: Breitlahnhütte
- Wegmarkierungen: 702
- Gehzeit: 6 bis 8 Stunden
6. Von der Breitlahnhütte über das Hubenbauertörl zur Rudolf-Schober-Hütte
Von der Breitlahnhütte führt der beschilderte Wanderweg 702 in Richtung Schwarzensee, wobei der Wanderweg bei der Grafenalm nach links abzweigt und über die vordere und innere Neualm zum Rantentörl auf 2.166 Meter über dem Meer führt. In der Folge erreicht man das Hubenbauertörl. Nach der inneren Neualm hat man über den Wanderweg 793 die Möglichkeit, durch Erklimmen des Predigtstuhls auf 2.643 Meter über dem Meer ein besonderes Gipfelerlebnis zu genießen. Hier ist jedoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Voraussetzung. Nach einem kurzen Abstieg vom Predigstuhl mündet der Steit wieder in den Wanderweg 702 in Richtung Hubenbauertörl. Danach beginnt ein typischer Höhenweg mit dauerndem Auf und Ab über mehrere Stunden zur Rudolf-Schober-Hütte auf 1.667 Meter über dem Meer.
Daten:
- Ausgangspunkt: Breitlahnhütte
- Tagesziel: Rudolf-Schober-Hütte
- Wegmarkierungen: 702 (Variante mit 793)
- Gehzeit: 6 bis 7 Stunden
7. Von der Rudolf-Schober-Hütte über die Schimpelscharte nach St. Nikolai im Sölktal
Von der Rudolf-Schober-Hütte führt der Wanderweg 702 zur Schimpelscharte und einem imposanten Kar bis zum Schimpelsee auf 1.947 Meter über dem Meer. Beim Schimpelsee hat man die Möglichkeit, das Süßleiteck auf 2.507 Meter über dem Meer zu besteigen. Der Gipfelsteig ist steil ansteigend und teilweise mit Seilen gesichert. Bergerfahrung und Trittsicherheit sind Voraussetzung. Anschießend führt der Wanderweg über Breitenbachsee, Schimpelrücken zum Hohensee und Hohenseealm auf 1.543 Meter über dem Meer. Folglich beginnt der bequeme und gemütliche Abstieg nach St. Nikolai im Sölktal.
Daten:
- Ausgangspunkt: Rudolf-Schober-Hütte
- Tagesziel: St. Nikolai im Sölktal
- Wegmarkierungen: 702
- Gehzeit: 5 bis 6 Stunden oder 7 bis 8 Stunden bei Gipfelbesteigung des Süßleiteckes
