Schladming Planai, Historie aus dem oberen Ennstal
Diese Stadt befindet sich in der Weststeiermark. Genau dort, wo der Talbach durch die gleichnamige Schlucht in die Enns fließt.
Schladming ist eine ehemalige und bedeutende Bergbaustadt.
Diese Bergwerkstadt wurde erstmals im Jahre 1180 urkundlich erwähnt. Damals hieß diese Stadt Slaebnich, was so viel bedeutet wie Schluchtberg.
In der Geschichte dieser Stätte wurden bis zum 19. Jahrhundert Silber, Kupfer und Blei abgebaut, wobei die Blütezeit zwischen 1300 bis 1400 nach Christus war. Durch den Bergbau war die ganze Region mit Reichtum beschert.
Im Jahre 1525 kam es zu einem Bauernaufstand, wodurch auch der Bergbau in Mitleidenschaft gezogen wurde. Seitdem waren die goldenen Zeiten, der durch den Abbau des Silber, Kupfers und Bleis entstanden, vorbei. Zudem wurde dem Ort das Stadtrecht aberkannt.
Im 19. Jahrhundert wurde der Bergbau gänzlich eingestellt.
Im Jahre 1875 wurde diese Stadt an das Eisenbahnetz angeschlossen. Dies trug wesentlich dazu bei, dass diese Marktgemeinde einen wirtschaftlichen Aufschwung erlitt.
Im Jahre 1925 erlangte diese Marktgemeinde wieder das Stadtrecht. Aber nicht nur die Bergknappen lebten seinerzeit in der Ausübung ihres Berufes gefährlich, sondern auch die Holzarbeiter.
Der Holzabbau fand großteils im Winter statt. Mit einfachen Werkzeug (Äxte, Sägen) wurden die Bäume gefällt. Zum Teil in sehr unwegsamen Gelände, wodurch die Arbeit noch an Gefährlichkeit dazu gewann. Im Winter wurden die Stämme mit einem Pferdeschlitten zu Tale gebracht. Dabei führte der Weg oftmals über den zugefrorenen Riesachsee. Es kam nicht selten vor, dass die ganze Holzfuhre samt Mann und Pferd einbrach und in dem Bergsee unterging.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich dieser Ort, gemeinsam mit den Ausflugszielen in Rohrmoos Untertal, zu einer attraktiven Urlaubsregion. Die ersten Schirennen fanden bereits zwischen den beiden Weltkriegen statt. Im Jahre 1973 wurde die erste Seilbahn auf die Schladming Planai gebaut, wo dann auch regelmäßig Weltcup Schirennen stattfanden.
Das Brauchtum dieser Stadt wird heute noch groß geschrieben. Vom Perchtenlauf in der Adventzeit, über Faschingsumzüge bis zu den kirchlichen Prozessionen.
Dieser Ort ist in der heutigen Zeit nicht nur mehr Anlauf für Winterurlauber auf der Planai und Hochwurzen. Auch im Sommer hat die gesamte Umgebung Vieles zu bieten. Vom Wandern, Bergsteigen, Rafting bis Radfahren. Die ehemalige Bergstadt hat heute etwa 4.600 Einwohner und ist stetig im Wachsen. Die Moderne Welt hat hier bereits vor vielen Jahren Einzug erhalten. Aber es wurde darauf Bedacht genommen, dass das ursprüngliche und gemütliche Flair nicht verloren geht.
Speziell in der warmen Jahreszeit hat der Hauptplatz seinen Reiz nicht verloren. Angefangen von den Kaufgeschäften jeder Art bis zu den Straßencafes. Die Laue des Abends im Freien genießen und dabei dem Treiben der Menschen zusehen. Ein Hauch von Italien, die man hier zu Spüren bekommt.


