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Montag, 20. Juli 2009, 09:48

Deine Macht im Internet - Nutze Erfahrungen Anderer

Wehre Dich - schreibe Erfahrungen ins Internet - auch ohne Nennung der NamenJobangebote Außendienst Bausparkassen im Internet via Arbeitsagenturen und Jobbörsen. "Für Beratung und Vertrieb von Bausparprodukten - Kundenstamm vorhanden - suchen wir Außendienstmitarbeiter. Branchenfremde werden eingearbeitet ... So werden Arbeitssuchende beworben. Ich habe mich überzeugen lassen und mich beworben. Übrigens, Dienstwagen nach einiger Zeit wurde auch versprochen. Habe ich aber sowieso nicht geglaubt.

Da hat sich als Erstes gezeigt, dass es gar keinen Kundenstamm zu betreuen und besuchen gibt!

Nein - es wurde angeboten, täglich 5-7 kurz zuvor gewordene Väter und Mütter zu besuchen. Die Termine waren bald im Schnitt nur mehr drei je Tag. Und die Leute hatten keine Ahnung, warum ich vor ihrer Tür stand. Meist waren es Ausländer. So hat mein im Tageskurs gelernte Spruch: "Ich komme um zu prüfen, ob Sie für Ihr Kind alle Förderung erhalten" einigen Erfolg, auch ab und an zu überzeugen, dass ein Bausparvertrag für den neuen Erdenbürger aus einem Teil des Kindergeldes vom Staat mit einer Prämie gefördert wird.

Im Kurs hieß es auch: Falls mal ein Termin ausfällt - dann gibt es eine Kaltkarte.

Die bewahrt vor dem Herumsitzen im Gasthaus. Da besucht man überraschender Weise Mütter und Väter und die schauen noch verwirrter oder erbost aus der Wohnungstür. Wenn sie denn überhaupt da sind und aufmachen. Kaltkarte heißt also Kaltaquise.
Die wollte ich nie machen und das sagte ich auch bei der Einstellung. Dass ich am ersten Tag meiner Arbeit jedoch zehn Kaltkarten (Klingelputzen) und nur einen Termin bekam - gefiel mir ganz und gar nicht.

Aber schließlich hatte man mir ja bis zu 5.400 Euro Provision und Fixum versprochen.

Vorweg, nach drei Wochen hatte ich dreitausend Kilometer zurückgelegt und dabei 600 Euro verdient. Ich dachte mir, Lehrgeld muss ein jeder zahlen. Mit der Zeit wird der Verdienst sicher die Fahrkosten decken. War aber nicht so. Nach drei Wochen bekam ich keine Termine mehr. Bis zu diesem Zeitpunkt standen 45 Termine 75 Klingelputzern (Kaltkarten) gegenüber. Trotzdem standen in meiner Datei noch 50 Klingeladressen. Angefragt nach den ausbleibenden Terminen hieß es per Mail: "Arbeiten Sie Ihre Kaltkarten ab".

Als Berater gefiel mir der Job überhaupt nicht mehr.

Da auch die versprochene Provisionsabrechnung - immerhin neun Verträge - nicht eintraf, kündigte ich und schickte die Provisionsabrechnung. Diese habe ich übrigens bis heute (18 Monate) immer noch nicht erhalten. Inzwischen war eine Gerichtsverhandlung, davor Anwaltskosten. Denn der gute Mann, der sich als Bausparkassenmitarbeiter ausgab, hatte ja vorsorglichen einen Vertrag mit mir gemacht. So war die Bausparkasse nicht mein Partner. Anwalt und Gericht schaltete ich ein, weil der Mann nach meiner Kündigung auf Tauchstation ging. Zum Glück gab es über einen Gerichtsvergleich gerade soviel, dass ich die Anwaltskosten bezahlen konnte.

Trotz Vergleich kein Geld

Als trotz Vergleich kein Geld kam, schrieb ich einen Bericht über diese Geschichte und nannte Ross und Reiter. Über 330 Leser wurden somit gewarnt, ähnliche Fehler zu machen. Da merkte auch der Unsichtbare, jetzt müsse er bald zahlen, denn er fand wahrscheinlich kaum mehr Opfer. Viele sind inzwischen so klug und informieren sich vorab im Internet über die Erfahrungen Anderer.

Jetzt durfte / musste ich auch wieder den Artikel entfernen

- auch aus dieser Website - damit der Anbieter dieser Jobs reist von Bahnhof zu Bahnhof reisend wieder seine Vorstellungsgespräche führen kann. Auch heute hält er im Internet nach Menschen die gerne für ihn arbeiten aber keinen Verdienst brauchen. Denn genial ist der Vertrag auf vier Seiten. Vor allem für die eventuell anstehende Gerichtsverhandlung: "Verdient ist die Provision nach 13 Monaten". Also, lieber Arbeitssuchender, schufte 13 Monate, dann kannst Du eventuelle Vorschüsse behalten. Nun ist es ja bekannt, dass bei den Bausparkassen die Provision nach sechs Monaten verdient ist. Ja, wo stecken den die Provisionen für die Bausparkunden, die zwischen dem 7. und 12. Monat stornieren? Und wer leistet kann sich schon einen Anwalt leisten - nach einigen Aufträgen und dem steigenden Frust durch falsche Versprechungen (Jobangebot und Vertrag) und wenig Provision (Verdient nach 13 Monaten)?

Wehre Dich und schütze Menschen - es kommt Dir zugute

Mein Rat: Wehre Dich wenn Du ähnliches erlebst. Ich versuche seit bald vier Jahren einen Job zu finden (bin erst 67) und habe mir im Internet - durch Warnungen anderer Internetnutzer - sicher manchen Verlust erspart. Auch deshalb habe ich den Rat meines inneren Bewustseins (Gewissen) befolgt und die Warnung veröffentlicht. Ich bin überzeugt, wenn jeder in seiner Umwelt und auf seinem Gebiet so handelt, unsere Welt ein bischen fairer werden kann.

Bitte unbedingt beachten!

Wen Du anderer warnen willst, mache es! Aber verwende keine Schimpfworte, keine Unterstellungen, keine Vermutungen. Ganz sachlich und objektiv betrachtet den Fall schildern. Also nicht "Herr X ist ein ... " oder "Firma Y hat eine ... Methode" oder "Wahrscheinlich ist das ein ..." . Beim Berichten bleibe immer ehrlich und fair. Leider werde ich meinen Bericht in Reclabox.com jetzt bald löschen und kann (im Internet) kein direktes Beispiel mehr sein.

primapage
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »primapage« (10. März 2010, 16:33) aus folgendem Grund: Entfernung des alten Berichtes mit Namen da Bedingungen - Bezahlen der Provision nach 20 Monaten erledigt. Neutraler Bericht über die Methoden, Menschen kostenlos für sich arbeiten zu lassen.


2

Montag, 20. Juli 2009, 10:48

Solche Menschen dürfen nicht ungeschoren davon kommen.

Zitat

Mein Anwalt meinte ich sollte nichts unternehmen - es brächte nichts


Diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen. Damit werden Abzocker bestärkt, wenn sich der "Kleine" nicht wehrt.
lg Sabsi

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Montag, 20. Juli 2009, 13:12

Da hilft dem "Opfer" eine Verurteilung wegen Betruges oder vorsätzliche Krida auch nichts, wenn man kein Geld bekommt.

Die eigenen Ausgaben musste man auch finanzieren, kann man auch nicht sagen, ich bezahle den Bezin (nur als Beispiel) nicht.

Gegen solche Machenschaften m u s s man sich wehren.


Liebe Grüße aus Schladming - Rohrmoos Untertal

Peter

4

Montag, 20. Juli 2009, 15:52

Schutz der Mitmenschen

Solche Menschen dürfen nicht ungeschoren davon kommen.





Zitat

Mein Anwalt meinte ich sollte nichts unternehmen - es brächte nichts


Diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen. Damit werden Abzocker bestärkt, wenn sich der "Kleine" nicht wehrt.



Hallo Sabsi, Das finde ich wohltuend, dass Du auch der Meinung bist, dass man sich wehren soll. Mit Fahr- Gerichts- und Anwaltskosten von über 1. 500 Euro blieb bei einer Zahlung von etwa 540 Euro sowieso nur mehr ein Verlust.

Das Internet gab mir hier für meine Aktion der Gegenwehr die großartige Gelegenheit als "Kleiner" dem "Jobanbieter" in die Schranken zu weisen. Das war zwar - wenn man es objektiv betrachtet - ein Eigentor. Den der Anbieter bekommt kaum mehr Jobsuchende über seine Internetanzeigen:

Die meisten User suchen vorher im Internet aus der für mehr Information mit den entsprechenden Firmen- oder Produktnamen. Und wenn sie jetzt mit den Suchbegriffen V O R allen seinen Angeboten die Warnungen finden, werden sie kaum bereit sein, ein Vorstellungsgespräch zu besuchen. Und wenn keiner mehr kommt und in die Falle tappt, verdient unser Mann ja auch nichts mehr!

Trotzdem hat er nach einigen Wochen bezahlt! Sein System, seine Provision und die seiner Mitarbeiter einzustecken, bringt ja sozusagen doppelten Gewinn. Und das funktionierte jetzt nicht mehr. Weil er eben nur im Internet wirbt.

Als unverbesserlicher Optimist rede ich mir jetzt ein, ich habe 540 Euro gewonnen - denn primär wollte ich andere Jobsuchende vor Schaden bewahren.



Grüße aus dem wärmer werdenden Odenwald

primapage
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5

Montag, 20. Juli 2009, 16:06

"Opfer"


Da hilft dem "Opfer" eine Verurteilung wegen Betruges oder vorsätzliche Krida auch nichts, wenn man kein Geld bekommt.


Hallo Riesach

wie ich schon an Sabsi geantwortet habe, lag mir vor Allem daran, Mitmenschen die einen Job suchen, vor meinen leidvollen Erfahrungen zu schützen. Denn ich selbst wurde via Internet schon einige Male über die entsprechenden Suchbegriffe von ähnlichen Fallen und Neppereien gewarnt. Deshalb habe ich auch den Artikel hier veröffentlicht um Mitmenschen zu zeigen, Sie sind nicht machtlos den Machenschaften mancher Anbieter ausgeliefert.

Vor Allem auch - wenn ein Produkt oder Firma nicht bekannt ist - immer via Suchmaschinen recherchieren! Und wenn einem Unrecht widerfährt, dann auch die Mitmenschen warnen: In meinem Fall gabs sogar Verlorengeglaubtes zurück.

Eine Verurteilung nützt nichts, egal für welches Delikt. Da gebe ich Dir vollkommen Recht.

UND IN DEUTSCHLAND WIRD FÜR DIE TÄTER MEHR GEMACHT (für die Wiedereingliederung) ALS FÜR DIE OPFER.

Und als Banker kannst Du Milliarden verzocken. Wehe aber Du vergisst eine Pfandflasche abzurechnen - dann wirst Du entlassen. Wobei gar nicht geklärt ist ob hier tatsächlich die ein Verschulden vorliegt.

Mit Grüßen an die grüne (weisse?) Steiermark

primapage
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6

Freitag, 18. September 2009, 08:31

Deine Macht im Internet

Heute habe ich von ReclaBox eine Anfrage erhalten, ob in der oben gechilderten Sache was geschehen ist. Nun, ich habe entsprechend geantwortet, dass noch immer die gerichtlich angeordnete Provisionsaufstellung fehlt.

In diesem Zusammenhang habe ich gleich mal wieder den Suchbegriff xxxxxxx eingegeben. Und siehe da:

Mein Bericht in unserem Forum steht in Google an vierter Stelle! Das spricht für www.gasthaus-riesachfall.at.

Herzliche Grüße

primapage :thumbsup:
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »primapage« (2. März 2010, 13:20)


7

Freitag, 18. September 2009, 08:54

Danke für das Lob, aber das ist ein Anzeichen dafür, dass du den Artikel sehr gut verfasst hast.

Habe gerade geschaut, im österreichischen Google ist der Beitrag an 2. Stelle.


Liebe Grüße aus Schladming - Rohrmoos Untertal

Peter

8

Mittwoch, 10. März 2010, 09:53

Die Macht im Internet zum Quadrat

Viele haben den Beitrag und auch die Pressemitteilung von mir gelesen. Vor wenigen Tagen nun hat der Vertriebspartner nun endlich die restlichen Forderungen beglichen. Nachdem über 470 Besuchern - sicher darunter viele Jobsuchende - die den Bericht in reclam.box gelesen haben (siehe Bild).



So musste ich den EIntrag in der Reclam.box löschen lassen und auch der Bericht hier im Draht des forums neutralisieren. Das heißt, ohne Namen des Erfinders der Masche, Provisionen der Mitarbeiter selbst einzustecken.

Wer mich kennt weiß, dass ich kämpfen kann. Ich habe keinen finanziellen Vorteil, die Sache weiter publik zu halten. Aber das Leid und den Frust, den ich in den 15 Arbeitstagen mit 180 Arbeitsstunden erfahren habe - und danach noch die Kosten für Rechtsanwalt und Gericht aufbringen zu müssen aus meiner geringen Pension (Rente), haben mich bewogen, gestern meinen 31. Artikel zu veröffentlichen in Suite101.de.

Ich bin dankbar gewesen für einige Warnungen im Internet von zwielichtigen Angeboten. Deshalb möchte ich diesen Dank zum Ausdruck bringen um die monatlich über 750.000 Jobsucheanfragen auf diese Masche hinzuweisen. Meine Macht im Internet kann einige vor herben Verlusten bewahren. Wer meinen Artikel empfiehlt (am Ende des Artikels) setzt mit diesem Klick auch seine Kraft ein, andere - oft arbeitslose Stellensuchende - vor diesen Machenschaften zu bewahren.

Hier im Forum die letzte Information. Trotz gerichtlicher Vorgabe - dem Kläger (also mir) auf Anfrage die regelmäßige "Besparungen und Zahlung der Abschlussgebühr" bekanntzugeben - um weitere Provisionsansprüche geltend zu machen - wurde dieser Punkt weder vom Vertriewbspartner der Bausparkasse noch vom zuständigen Bausparkassen Mitarbeiter erfüllt. Ausrede: Datenschutz - denn ich habe alle Vertragsdaten aller Verträge einschließlich Verdienst. Daraus kann ich schließen, dass die Bausparkasse diese Masche nicht nur kennt, sondern unterstützt.


Jobsuche Angebot und Wirklichkeit in Anzeigen
Findige Masche um Mitarbeiter zu gewinnen und deren Verdienst
Mein neuer Artikel freut sich von Dir gelesen zu werden. Deine Antwort und Meinung freut mich.


Herzliche Grüße
primapage
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