Erste Hilfe Maßnahmen in den Bergen

Obwohl man beim Bergwandern viele Risiken durch eine wohl durchdachte Tourenplanung vermeiden kann, kann immer etwas passieren. Ein Handy kann zum Lebensretter werden.

Notrufnummer

Bitte geben Sie bei einem solchen Anruf Folgendes, so gut wie möglich, an:

Die Notrufe sind gebührenfrei. Der Euronotruf funktioniert in jedem Netzanbieter und wird allen anderen Anrufen vorgereiht. Sie werden automatisch mit der nächsten Polizeidienststelle verbunden, die dann die weiteren Maßnahmen einleitet.

Soforthilfe

Verletzungen in den Bergen ist keine Seltenheit. Kleinere Schürfwunden können mit einer Binde verbunden werden. Bei gröberen Verletzungen an Armen und Beinen (starker Blutverlust) sollen diese durch einen Druckverband versorgt und hochgelagert werden. Vorsicht: Ein angelegter Druckverband darf nur mehr durch einen Arzt gelöst werden.

Da im Gebirge mit längeren Wartezeiten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu rechnen ist, ist es besonders wichtig, den Verletzten durch Gespräche und gutes Zureden am Bewusstsein zu halten.

Herzmassage

30 mal Herzmassage, dann zwei mal Mund zu Mund Beatmung. Egal ob ein oder zwei Helfer sind.

Notsignale im Gebirge

Wenn man selbst keine Hilfe holen kann und auch keine weiteren Menschen in der Nähe sind, ist es wichtig, durch alpine Notsignale auf sich aufmerksam zu machen. Innerhalb einer Minute gibt man sechs mal Zeichen. Egal wie, ob optisch, akustisch oder beides. Hauptsache, man erregt Aufmerksamkeit. Anschließend kurze Pause einhalten und danach wieder mit den Signalen beginnen.

Optische Notsignale:

Akustische Notsignale: