Erste Hilfe Maßnahmen in den Bergen


Obwohl man beim Bergwandern viele Risiken durch eine wohl durchdachte Tourenplanung vermeiden kann, kann immer etwas passieren. Aufgrund der mangelnden funktionierenden Mobiltelefone in Rohrmoos Untertal und auf den Bergen der Schladminger Tauern wird das Gasthaus Riesachfall oftmals zum Stützpunkt zur Koordinierung der Einsatzkräfte und Erste Hilfe Maßnahmen.

Trotzdem kann ein Handy zum Lebensretter werden.


Notrufnummer:

112 = Euronotruf

140 = Bergrettung

144 = Rettung

122 = Feuerwehr

133 = Polizei



Bitte geben Sie bei einem solchen Anruf Folgendes, so gut wie möglich, an:

Die Notrufe sind gebührenfrei. Der Euronotruf funktioniert in jedem Netzanbieter und wird allen anderen Anrufen vorgereiht. Sie werden automatisch mit der nächsten Polizeidienststelle verbunden, die dann die weiteren Maßnahmen einleitet.



Soforthilfe:

Verletzungen in den Bergen ist keine Seltenheit. Kleinere Schürfwunden können mit einer Binde verbunden werden. Bei gröberen Verletzungen an Armen und Beinen (starker Blutverlust) sollen diese durch einen Druckverband versorgt und hochgelagert werden.
Vorsicht: Ein angelegter Druckverband darf nur mehr durch einen Arzt gelöst werden.

Da im Gebirge mit längeren Wartezeiten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu rechnen ist, ist es besonders wichtig, den Verletzten durch Gespräche und gutes Zureden am Bewusstsein zu halten.


Herzmassage:

30 mal Herzmassage, dann zwei mal Mund zu Mund Beatmung. Egal ob ein oder zwei Helfer sind.


Notsignale im Gebirge:

Wenn man selbst keine Hilfe holen kann und auch keine weiteren Menschen in der Nähe sind, ist es wichtig, durch alpine Notsignale auf sich aufmerksam zu machen.
Innerhalb einer Minute gibt man sechs mal Zeichen. Egal wie, ob optisch, akustisch oder beides. Hauptsache, man erregt Aufmerksamkeit. Anschließend kurze Pause einhalten und danach wieder mit den Signalen beginnen.

Optische Notsignale:

Lichtzeichen mit Taschenlampe oder Spiegel.
Heftiges Winken.
Herumwirbeln in der Luft von Kleidungsstücken oder Rucksack.


Akustische Notsignale:

Hilferufe oder Pfeifen.


Zusammengefasst:

Die Erste Hilfe im Gebirge kann mit den Maßnahmen im Straßenverkehr verglichen werden. Nur mit dem großen Unterschied, dass die Wartezeit bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte erheblich länger sein wird.

Bei den meisten Menschen ist der Erste Hilfe Kurs schon lange her. Es kann niemanden schaden, diesen Kurs aufzufrischen. Es kann Menschenleben retten, auch das Ihrige Leben.