Erste Hilfe Maßnahmen in den Bergen
Obwohl man beim Bergwandern viele Risiken durch eine wohl durchdachte Tourenplanung vermeiden kann, kann immer etwas passieren. Ein Handy kann zum Lebensretter werden.
Notrufnummer
- 112 = Euronotruf
- 140 = Bergrettung
- 144 = Rettung
- 122 = Feuerwehr
- 133 = Polizei
Bitte geben Sie bei einem solchen Anruf Folgendes, so gut wie möglich, an:
- Wer sind Sie?
- Wo ist etwas passiert?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte?
- Wie kann man den Unglückort erreichen?
- Wetterbedingungen, wichtig für Hubschraubereinsätze?
Die Notrufe sind gebührenfrei. Der Euronotruf funktioniert in jedem Netzanbieter und wird allen anderen Anrufen vorgereiht. Sie werden automatisch mit der nächsten Polizeidienststelle verbunden, die dann die weiteren Maßnahmen einleitet.
Soforthilfe
Verletzungen in den Bergen ist keine Seltenheit. Kleinere Schürfwunden können mit einer Binde verbunden werden. Bei gröberen Verletzungen an Armen und Beinen (starker Blutverlust) sollen diese durch einen Druckverband versorgt und hochgelagert werden. Vorsicht: Ein angelegter Druckverband darf nur mehr durch einen Arzt gelöst werden.
Da im Gebirge mit längeren Wartezeiten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu rechnen ist, ist es besonders wichtig, den Verletzten durch Gespräche und gutes Zureden am Bewusstsein zu halten.
- Den Verunfallten auf alle Fälle warm halten und so wenig wie möglich bewegen.
- Bei bewusstlosen Personen ist darauf zu achten, dass Herz und Lunge einwandfrei arbeiten.
- Atmung: Kopf überstrecken, hören und fühlen der Eigenatmung.
- Herzkreislauf: Kontrollieren, ob Herzschlag vorhanden und Puls fühlen.
- Bewusstsein kontrollieren, durch Ansprechen und Zwicken am Oberschenkel.
Herzmassage
30 mal Herzmassage, dann zwei mal Mund zu Mund Beatmung. Egal ob ein oder zwei Helfer sind.
Notsignale im Gebirge
Wenn man selbst keine Hilfe holen kann und auch keine weiteren Menschen in der Nähe sind, ist es wichtig, durch alpine Notsignale auf sich aufmerksam zu machen. Innerhalb einer Minute gibt man sechs mal Zeichen. Egal wie, ob optisch, akustisch oder beides. Hauptsache, man erregt Aufmerksamkeit. Anschließend kurze Pause einhalten und danach wieder mit den Signalen beginnen.
Optische Notsignale:
- Lichtzeichen mit Taschenlampe oder Spiegel
- Heftiges Winken
- Herumwirbeln in der Luft von Kleidungsstücken oder Rucksack
Akustische Notsignale:
- Hilferufe oder Pfeifen.
